Virtuelle Evolution

Nun ist es endlich draußen, hat ja auch lange genug gedauert: Spore. Es ist der neuste Streich von Will Wright, dem Mann hinter Spielen wie SimCity und die Sims.

Mit einem cleveren Baukastensystem kann man sich in Spore seine eigene Kreatur erschaffen und damit einen Planeten bevölkern und in verschiedenen Phasen bis zu einer weltraumreisenden Spezies emporsteigen. Dies ist jedoch nach wenigen Stunden erreicht. Wer schnell ist schafft es auch in 1-2 Stunden so weit zu kommen. Meist hält einen jedoch der Editor auf, denn schließlich soll die eigenen Kreatur ja auch gegen andere bestehen können und gut aussehen. Man will ja kein 0815 Monster erschaffen. Wo wäre da der ehrgeiz.

Interessant macht das Spiel jedoch vor allem das Konzept des Onlinetausches. Erschaffene Kreaturen können ins Internet übertragen werden. Andere Spieler bekommen dann per Zufallsgenerator Kreaturen zugewiesen und werden auf den heimischen PC übertragen. Nun können diese von anderen Spielern geschaffenen Wesen im eigenen Spiel auftauchen. Der Erschaffer bekommt dies aber immer mitgeteilt, was andere Spieler mit den eigenen Kreaturen angestellt haben. Wurden sie ausgerottet, hat jemand mit ihnen Frieden geschlossen oder sonst etwas gemacht. Somit erfährt man, was andere so tun.

Schade ist eigentlich nur die kurze Spielzeit der ersten Phasen. Es dauert nicht lange, bis man aus dem Wasser steigt und die Welt erkunden kann. Die Stammesphase erreicht man auch recht schnell und der Zivilisationsmodus ist schnell erledigt. Nur die Kolonisationsphase spielt sich unendlich lang. Ist ja schließlich auch die letzte. Aber wie man EA kennt kommt bestimmt in ein paar Monaten das erste Add-On, gefolgt von einer ganzen Flut weiterer Erweiterungen. So wie bei es bei den Sims schon seit dem ersten Teil üblich ist.