Heimserver mit Atom-Prozessor

Lange Zeit hab ich immer wieder überlegt, ob nicht ein PC als Heimserver im Netzwerk nötig ist. Ich wollte eigentlich ein System, welches nicht nur einen Webserver zur Softwareentwicklung bereitstellt. Es musste auch gleichzeitig mit einer DVB-S Karte versorgt werden können, um die Serien, die ich gerne anschaue aufzuzeichnen oder gar einen Film, den man zwar haben möchte, aber nicht unbedingt auf Blu-ray bzw. DVD kaufen möchte.

Gescheitert ist das ganze Projekt immer wieder daran, dass ich bereits eine DVB-S Karte besitze, diese aber einen PCI-Steckplatz hat. Bisher gab es kein Mainboard mit Atom-Prozessor, welches auch einen PCI-Steckplatz anbot. Höchstens mal eine Variante mit PCIe war zu finden. Dies hätte jedoch mehrkosten bedeutet, die ich nicht bereit war zu tragen. Fündig wurde ich schließlich bei Point of View und einem Mainboard mit Atom D510 mit dem einfallsreichen Namen „Point of View Atom D510„. Dieses Board hat neben zwei PCI-Steckplätzen auch noch einen PCIe 16 Steckplatz, welcher aber nur einfach angebunden ist. Letzterer Steckplatz ist jedoch leer, da ich für den Server keine bessere Grafikkarte brauche. Der integrierte Intelgrafikkern des D510 verrichtet seine Arbeit und soll das auch in Zukunft tun.

Die Größe des Mainboards war für mich zweitrangig, da er ja nicht als HTPC herhalten muss. Deshalb stört auch das µATX-Format nicht. Die meisten anderen Boards weisen meist nur einen Mini-ITX Formfaktor auf.

Derzeit wird das System nur zum Aufzeichnen von TV-Sendungen genutzt. Geplant ist jedoch noch ein XAMPP als lokaler Webserver zum Testen und ein Subversion Server zur Sicherung von Quellcode. Eventuell wird er in Zukunft auch noch die Aufgabe eines Fileservers übernehmen, doch dafür reicht im Moment auch die an die FritzBox angeschlossene externe Festplatte aus.